Solarstrom rund um die Uhr nutzen

Photovoltaik-Speicher: Der Stromtank für die Solaranlage

Bis zu 9,3 Cent* – so viel oder besser gesagt so wenig zahlt der Staat derzeit für jede Kilowattstunde Strom, die von einer neuen Photovoltaikanlage ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Kein lohnendes Geschäft, da der Strompreis für Privathaushalte mit rund 31 Cent* je Kilowattstunde deutlich höher liegt. Es ist daher sinnvoll, möglichst viel vom selbst erzeugten Solarstrom für das eigene Heim zu nutzen. Dazu muss man ihn zwischenspeichern – in einem Photovoltaik-Speicher.

Solarstrom im Photovoltaik-Speicher parken und bei Bedarf verbrauchen

Seitdem die Photovoltaik-Förderung durch Kürzung des Vergütungssatzes bei neu installierten Anlagen zurückgefahren wurde, ist die Einspeisung von Solarstrom ins öffentliche Netz für Hausbesitzer nicht mehr lukrativ. Dennoch ist eine Photovoltaik-Anlage nach wie vor eine lohnende Angelegenheit für Sie: Mit einem Energiespeicher können Sie den Strom vom Dach effizient parken, um ihn beispielsweise für die Waschmaschine zu nutzen, wenn die Sonne nicht scheint. Auch Warmwasser und Heizungswärme lassen sich mit dem überschüssigen Strom erzeugen. Ein Photovoltaik-Speicher senkt also Ihre Energiekosten.

Zwei unterschiedliche Batterietypen für Photovoltaik-Speicher

Der mit einer Photovoltaik-Anlage gewonnene Strom muss zwischengespeichert werden, damit er sich rund um die Uhr nutzen lässt – schließlich scheint die Sonne nicht 24 Stunden am Tag. Hier kommt der Photovoltaik-Speicher ins Spiel. Er besteht aus einem Lade- und Wechselrichter und dem Batterieelement. Die Batterie gibt es in zwei Varianten, als Blei-Batteriesystem und als Lithium-Batteriesystem. Blei-Batteriesysteme sind bewährt und günstig in der Anschaffung. Gemessen an ihrem Volumen speichern sie aber recht wenig Strom, zudem vertragen sie nur eine begrenzte Zahl an Ladezyklen. Moderne Energiespeicher setzen daher auf die neuere Lithium-Technik. Diese Batterien sind zwar teurer, speichern aber mehr Strom und überdauern mehrere tausend Ladezyklen.

Der computergesteuerte Lade-/Wechselrichter regelt das Laden der Blei- oder Lithium-Batterie für den Eigenbedarf und die Einspeisung des Stroms ins öffentliche Netz. Bei Sonneneinstrahlung wird der Solarstrom zuerst für den Eigenverbrauch genutzt. Bleibt Leistung übrig, lädt sich die Batterie. Erst wenn die Batterie vollständig geladen ist, wird Solarstrom ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

Tipp: Mithilfe eines Photovoltaik-Rechners lässt sich die Leistung einer Photovoltaik-Anlage online ermitteln – eine gute Grundlage für die Planung einer Anlage mit oder ohne Energiespeicher. Informationen zur Photovoltaik-Förderung erhalten Sie auf den Internetseiten der KfW.

Dank des cleveren Energiemanagements können Solarstromanlagen mit Photovoltaik-Speicher in Privathaushalten bis zu 70 Prozent des Stromverbrauchs abdecken – bei einem durchschnittlichen Strompreis von rund 31 Cent* pro Kilowattstunde eine äußerst lohnende Angelegenheit. Denn laut Expertenberechnungen kostet eine Kilowattstunde selbst erzeugter Solarstrom lediglich 9-12 Cent*.

* Stand 6/2020