Wärme 4.0: Eine vernetzte Heizung senkt Kosten in Hallen und Büros

Wärme 4.0: Das leistet die vernetzte Heizung für Hallen und Büros

Die neue Strategie zur Beheizung von Hallen und Büroräumen heißt Wärme 4.0 – abgeleitet vom Begriff Industrie 4.0. Wärme 4.0 steht für ein umfassendes Wärmemanagement durch die Verzahnung von Energiefluss, Fertigungsprozessen und Maschinen.

Einsparpotenziale durch Wärme 4.0 voll ausschöpfen

Eine auf diese Art und Weise vernetzte Heizung bildet das Herzstück des Konzepts Wärme 4.0 in Hallen und Büros. Bei der Beheizung dieser Bereiche bieten sich oft enorme Einsparpotenziale. Wärme 4.0 deckt sie auf und ermöglicht die Nutzung zahlreicher Synergieeffekte.

Eine Besonderheit der intelligenten Hightech-Lösungen besteht darin, dass sie mit ihren Anwendern kommunizieren. Die Daten der unterschiedlichsten Anlagenkomponenten werden gebündelt und fließen in einem Wärmemanagementsystem zusammen. Integrierte Analysetools machen den Heizprozess aller Systeme, Technologien und Gebäude von Anfang an transparent. Das erleichtert auch die Zertifizierung nach ISO50001 oder DIN EN16247.

Smarte Lösungen zum Heizen und Kühlen

Ein Beispiel für die smarte Vernetzung ist eine kombinierte Industrielösung zum Heizen und Kühlen, die im Frühjahr 2019 auf der Leitmesse der Heizungs- und Klimatechnik ISH vorgestellt wurde. Bei diesem System werden hocheffiziente Infrarotstrahler und Wärmepumpen mit einer neuartigen Erdwärme- beziehungsweise Erdkältesonde verbunden. So entsteht die optimale Kombination aus Wärmeübertragung und einem effektiven Wärmepumpenkonzept zum Heizen und Kühlen.

Apropos Infrarotheizung: Die neue Generation leistungsstarker Infrarotheizungsanlagen ist ein wichtiger Bestandteil von Wärme 4.0. Mit ihr lässt sich noch einmal mehr als ein Drittel an Energie einsparen als mit herkömmlicher Infrarottechnologie. Möglich wird das durch sehr hohe Strahlungsfaktoren von rund 80 Prozent Infrarotwärme und hervorragenden verbrennungstechnischen Wirkungsgraden.

Neue Technik ersetzt übliche Bussysteme

Statt bisher üblicher Bussysteme kommen bei der vernetzten Heizung und Wärme 4.0 neuartige Lösungen zum Einsatz. Ein Beispiel ist ein kürzlich patentiertes Powerline-System, das den Datentransfer maximiert und Verbesserungen in der Funktionalität verspricht. Überwacht und gewartet werden die Anlagen über ein eigens entwickeltes Fernwartungssystem, das für eine lückenlose Fehleranalyse sorgt.